Sicherung der ehemaligen Betriebsdeponie und der anliegenden Gemeindedeponie Nienhagen
Während der langjährigen Geschichte der Erdölförderung in Nienhagen wurden auf einer Fläche von ca. 24.500m² etwa 55.000m³ Bohrschlamm, Bauschutt, sandige Auffüllungen und geringe Mengen Hausmüll in einer ehemaligen Sandgrube abgelagert. Um auch für die Zukunft sicherzustellen, dass es nicht zu einem Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser kommen kann, soll der Deponiekörper nunmehr profiliert und mit einem Oberflächenabdichtungssystem nach dem Stand der Technik versehen werden.
Die Arbeiten werden Anfang Februar 2012 mit den erforderlichen Rodungsarbeiten beginnen und voraussichtlich bis etwa Oktober 2012 andauern.
Insgesamt werden rund 8.000m³ im nördlichen Bereich der Deponie geräumt. Das dort lagernde Material wird entweder auf dem Standort umgelagert oder fachgerecht entsorgt werden. Das übrige Inventar bleibt vor Ort, wird profiliert, mit einer Ausgleichsschicht versehen und anschließend mit einer Oberflächenabdichtung nach dem Stand der Technik versehen. Für die Profilierung, die Abdeckung und die anschließende Oberflächengestaltung ist die Anlieferung von etwa 60.000m³ unbelastetem Bodenmaterial erforderlich. Dies wird zu entsprechendem kurzzeitigen Schwerlastverkehr führen.
Während der Hauptbauphase (etwa 5 bis 6 Monate) ist geplant, die Nienhorster Straße sowie den Forstweg westlich der Deponie für den öffentlichen Verkehr zu sperren. Diese Maßnahme erhöht zusätzlich die Sicherheit und trägt zur Verkürzung der Gesamtbauzeit bei. „Wir bemühen uns, die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten,“ betont Norbert Stahlhut, Leiter der Unternehmenskommunikation bei ExxonMobil in Hannover.
Die Sanierungskosten belaufen sich auf etwa 2 Millionen Euro.
Alle Maßnahmen sind im Vorfeld mit den zuständigen Behörden abgestimmt und genehmigt. Bürger und Anwohner sowie Medien werden kontinuierlich über den Baufortschritt informiert. Vor Ort wird über Informationstafeln informiert. Für Fragen der Anlieger wird eine Kontaktstelle benannt.